Der varreckte Hof

Stubenoper von Georg Ringsgwandl

Veranstaltungsort: Schlosstenne Burgstall, Wies

Witzig. Absurd. Deftig. Genüsslich. Georg Ringsgwandl entwirft eine dörfliche Szenerie. Mutter Weichsenrieder spricht mit Menschen, die nicht mehr leben, und sieht Dinge, die es nicht gibt. Wird sie dement oder tut sie nur so? Eine Pflegerin muss her. Ihre Kinder haben keine Zeit. So kommt Svetlana aus Moldawien auf den Hof und bringt die eingelaufenen Verhältnisse ins Rutschen. Auf hinterlistige und poetische Weise entlarvt Ringsgwandl die vermeintliche Arbeitswut unserer Gesellschaft.
Regie, Musikalische Gestaltung: Wolfgang Fasching
Regieassistenz, Bühne: Karl Posch
Kostüme: Bettina Dreißger
Maske: Doris Koschar
Technik: Maximilian Fraß, Thomas Stopper Sujet: August Loibner Foto: Christian Koschar Darsteller: Jasmin Holzmann-Kiefer, Doris Jauk, Regine Lill, Erich Prattes, Hannes Waltl, Kathi Schwabl (sax), Louis Kiefer (git), Killian Lienhart (piano), Hans Mimlich (perk) Aufführungsrechte:
Suhrkamp Verlag Berlin Premiere:
MI, 26. Juni, 20 Uhr Weitere Vorstellungen: FR, 28. Juni, 20 UhrSO, 30 Juni, 18 UhrMI, 3. Juli, 20 UhrDO, 4. Juli, 20 UhrSO, 7. Juli 18 Uhr - AUSVERKAUFT!
FR, 12. Juli, 20 Uhr - AUSVERKAUFT!
SO, 14. Juli, 18 Uhr - AUSVERKAUFT!
Schlosstenne Burgstall Am Schlossberg 16, 8551 Wies Kartenreservierung:
ONLINE über Ticketteer - siehe Button Karten reservieren auf dieser Website
und MO - FR 8-12 Uhr: E-Mail [email protected] und Telefon 0664 1615554

Kürbis Wies

Keine Zeit für die letzte Zeit

Musikalisches Sommertheater vom Kürbis Wies

 

Die kränkliche Bäuerin sieht die Menetekel schon am nahem Radlpass auftauchen: Auf ihrem Bauernhof stimmt etwas nicht. Die Hausherrin gleitet in den Wahn ab, und ihre Kinder sind mit der Aufgabe, sich um die hilfsbedürftige Mutter zu kümmern, heillos überfordert. Wer hat schon Zeit für die letzte Zeit? Svetlana aus Moldawien soll helfen und rührt im Leben der Protagonisten ordentlich um.

 

Musikkabarettist Georg Ringsgwandl kombiniert in "Der varreckte Hof" das Schwankhafte leichter Sommertheatermuße mit einem Panorama über die Vergänglichkeit: das persönliche Altern und der Untergang der bäuerlichen Welt. Starker Tobak, den Regisseur Wolfgang Fasching mit seinem glänzend aufgestellten Team mit einem Kniff umsetzt: Musik und Schauspiel gehen ineinander auf, sind gleichwertig auf der Bühne anwesend, interagieren und verbinden das Schwere mit dem Leichten. Resultat: Ein Abend, der zwischen ironischer Bissigkeit, musikalische Beschwingtheit und Humor zirkuliert.

Daniel Hadler/Kleine Zeitung, Freitag, 28. Juni 2019